Nicht einmal auf dem Mond

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Das Treatment von Nicht einmal auf dem Mond wurde im März 2003 bei der Diagonale in Graz mit dem Förderpreis des Carl Mayer Drehbuchwettbewerbes ausgezeichnet. Ich hatte mich überhaupt das erste Mal für einen Kulturpreis beworben, und zwar anonym mit zwei Treatments: diesem und den Wundersamen Abenteuern des Nasreddin Kürtler. Ein Juror erzählte mir später, man sei der Meinung gewesen, dass die Treatments von Kurden, zumindest von Türken stammten. Sie kamen beide in die Endausscheidung. Ich hatte sie auch – ebenfalls anonym – bei einem Drehbuchwettbewerb des Bundeskanzleramtes eingereicht. Dort machte der Nasreddin Kürtler das Rennen. Im selben Monat gewann ich auch einen Literaturpreis. Die ersten drei Einreichungen meines Lebens wurden prämiert. So ein Glück kann leicht zum Größenwahn verleiten. Dieser wurde nicht gerade beschnitten durch den Umstand, dass ich im Jahr darauf ein weiteres Mal den Carl Mayer Preis gewann, mit dem Treatment zu Lisi Fischer und der Dealer.

Begründung der Jury:

»Der versuchte soziale Aufstieg der Kurdin Xeycan Bildik endet in einer persönlichen Tragödie. Schillernde Charaktere, Milieusicherheit und opulenter Szenenaufbau sorgen für explosive Atmosphäre in einer Multikulti-Unterweltgeschichte, die keine Moral kennt. Nach einem fesselnden ersten Akt verliert die Geschichte zwar die strukturelle Disziplin, bewahrt aber trotzdem ihr beträchtliches Potential.«

Das Drehbuch steht zur Verfilmung frei. Die Rechte liegen beim Autor.

 

Synopse

 

Nicht einmal am Mond … erzählt die tragische Geschichte der jungen Frau Xeycan Bıldık, die sich mit trotzigem Willen zur Macht in türkischer, kurdischer und österreichischer Männergesellschaft behauptet und schließlich an inneren und äußeren Widersprüchen zerbricht – nicht zuletzt aber an der Feigheit der Menschen, an die sie glaubt. Die eigenwillige Kurdin Xeycan führt mit ihrem Mann Keno ein kleines Gastarbeiter-Café in Wien, das sie in ein schickes Ethnorestaurant ausbauen will. Zwischen den beiden entfacht sich ein heftiger Machtkampf, bei dem ihr Mann unterliegt. Im Streit mit dem Mafioso Alparslan Can eilt ihr der heroinsüchtige Drogenpolizist Jamek zur Hilfe. Zwischen den beiden entwickelt sich eine beglückende amour fou. Als Jamek aber wegen seiner Karriere aus dieser Beziehung flieht, sie von Alparslan Cans Leuten vergewaltigt und den eigenen im Stich gelassen wird, setzt Xeycan zum blutigen Showdown an.

Die Geschichte der Xeycan Bıldık beruht zum Teil auf wahren Begebenheiten.

 

 

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