The Simpsons – The Night They Drove Old Dixie Down

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Richard Tecumseh Schuberth

 

 

Ja, ich habe ein Simpsons-Drehbuch geschrieben. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Simpsons für das Beste halte, was dem späten 20. und frühem 21. Jahrhundert (Qualitätsschwankungen mitbedacht) passieren konnte. Mit Abstand besser, geist- und fantasievoller jedenfalls als ein Großteil des kulturellen Unfugs, den  Kulturjunkies, Filmfestivaladabeis und Theaterabonnenten weihevoll anwinseln. Vor über zehn Jahren spielte ich mich mit dem Gedanken, eine Einführung in die Kritische Theorie durch die Simpsons zu verfassen.

Sommer 2016, während des US-Wahlkampfes, zog ich mich an den Erlaufsee zurück und schrieb in wenigen Tagen dieses Drehbuch, in dem H. Clinton, B. Obama, D. Trump und auch B. Sanders tragende Rollen einnehmen. Ein Bubentraum, der auf rührende Weise die naive Hoffnung eines 48-jährigen österreichischen Buben demonstriert, dass die Macher der Serie im fernen New York auf dieses Stück gewartet hätten. Doch ich hatte sehr viel Spaß …

 

 

Synopse

 

Lisa bekommt als Hausaufgabe einen Aufsatzwettbewerb von Mrs. Hoover zum Thema „Ich war eine Südstaatenschönheit“. Sie versetzt sich in die Zeit des guten alten Südens zurück. Als Tochter einer fahrenden Musikanten- und Schaustellerfamilie zieht sie durch Dixie. Bei einer Show in Springfield, Mississippi, werden der junge Master Jesse Clinton und seine Freunde, verwegene Südstaatengentlemen (Milhouse VanHouten, Jimbo Lee Jones, Ralph Washington Wiggum, Kang O’Shaughnessy und Kodo LaRouchefoucauld), auf Lisa aufmerksam, und machen ihr den Hof. Jesse lädt sie zu sich aufs Gut der Clintons ein, deren Chefin der mannbare Colonel Hillary Clinton ist. Ihr Mann ist ein verweichlichter Pagenuniform tragender Sousaphonespieler, der vergeblich versucht, Prissy, die schwarze Gärtnerin zu verführen. Lisa glaubt sich am Höhepunkt ihrer Träume, hat die legendäre Plantagenbesitzerin Clinton nicht nur eine Freetrade-, sondern auch eine Fairtradeabteilung auf ihrer Baumwollplantage, und hat sie die Effizienz ihres Betriebs durch gute Behandlung der Sklaven und ausgefeilte Mitarbeitermotivation ins Unermessliche gesteigert.

Bald muss Lisa merken, dass „Mastress“ Clinton eine jähzornige Person ist, die keineswegs bereit ist, die Sklaverei abzuschaffen, und ihre feministischen Vorstellungen weichen auch voneinander ab. Außerdem hält sie sich als Majordomus Bernie Sanders, den sie schlimmer behandelt als ihre Sklaven. Lisa ist hin- und hergerissen zwischen Jesse und ihrer Sache, der Verbindung von Frauen- und Sklavenbefreieung. Einen Verbündeten findet sie im religiösen Fundamentalisten Ned Flanders, der wiederum als bibeltreuer Patriarch nichts mit Lisas frauenrechtlichen Ideen anfangen kann.

Auf einem Mississippidampfer nähert sich aber das Unheil in Gestalt von Beau Trump, Hochstapler, Gentlemanspieler und Prediger. In Springfield schart Trump den White Trash um sich – Cletus, Barth, Homer, Grandpa, Moe, Lenny, Groundkeeper Willie, Kurney, Comicverkäufer, Waffenverkäufer, Chief Wiggum, Katzenlady, Mrs. Krabbable, Mrs Hoover (mit drei halbindischen Kindern auf dem Schoß) – und bildet eine faschistsche Zelle, er hetzt gegen Migranten, Schmarotzer, zu selbstbewusste Sklaven und das Clinton-Regime in Mississippi. Lisa versucht Barth zurückzugewinnen. Der Trump-Mob verjagt Jimmy Carter von seiner Farm. Beim großen Plantagenball kommt es zum Showdown. Lisa bittet Reverend Lovejoy, gegen Trump aufzutreten, den sich mittlerweile die Republikanerriege um Lindsay Nagel, Burns, Graf Schokola und Rainier Wolfcastle angeschlossen haben, und Barth aus dessen Fängen zu retten.

Jesse und seine Kameraden schreiten nicht ein, sondern schießen einander im Duell um Lisa tot. Die Familie findet wieder zusammen und zieht nach Norden. Colonel Clinton verlässt Bill, um nach Washington zu reiten und Ned Flanders zieht mit seinen Söhnen Rod und Todd als John-Brown-Apotheose sengend durchs Land.

 

Das Drehbuch

 

Vorspann

 

Klassenzimmer. Beinahe südstaatliche Hitze. Jazzblues. Ventilator. Wehende Gardinen.  Mrs. Hoover sitzt verträumt und schlampig, wenn nicht sogar schlampenhaft am Lehrertisch und starrt aus dem Fenster. Sie hat große Schweißflecken unter der Achsel. Ihr zeitloses Kleid ist hauteng. Den Rockschoß hat sie zwischen die Schenkel geklemmt, die Schenkel reibt sie ungeduldig aneinander. Die ganze Klasse stöhnt vor Hitze und ist schläfrig. Mrs Hoover beobachtet neugierig, wie Apu und sein Bruder Sanjaj in einem alten Lieferwagen (Baujahr 1940) die Schulmilch anliefern. Sie tragen hautenge T-Shirts, Wetlook wider Willen.

 

LISA

Sie wollten uns ein Hausaufsatzthema geben.

 

Mrs HOOVER

(geistesabwesend)

Ich war eine Südstaatenschönheit

 

Mrs. Hoover gibt sich einem Tagtraum hin. Sie sitzt in Romantikkostüm mit breitkrempigem Hut und allerlei Maschen in einer Schaukel und lässt sich von Apu hutschen. Dieser trägt à la mode de 1860 eine hochbündige karierte Hose mit dicken Hosenträgern über einem bauschigen Hemd mit Halsmasche.

 

APU

(verzagt)

Und bist du dir sicher, Mrs Hoover, dass ich der Richtige für diesen Tagtraum bin?

 

Mrs Hoover kichert.

 

APU

Na gut, dann muss ich dir noch verraten, dass ich einen genetischen Defekt habe. Meine erste Frau bekam Fünflinge, meine zweite Zwölflinge von mir.

 

Mrs. Hoover kichert und versetzt sich in den nächsten Tagtraum. Ein Fotograf in einem Fotostudio unter dem Verdeck. Blitzexplosion. Einblendung einer Daguerrotypie. Mrs. Hoover in Stoppellocken, dahinter Apu in schneidiger Südstaatenuniform, auf dem Schoß von Mrs. Hoover und neben ihr an die zehn halbindische Kleinkinder in Konföderiertenuniformen, in ihren Händen halten sie gezückte Kindersäbel, -pistolen, oder Südstaatenfahnen. Eines der Kinder auch eine Augenklappe.

Mrs. Hoover träumt mit geschlossenen Augen. Lisa schlummert ein. Die anderen Kinder auch. Nur Ralph träumt mit geöffneten Augen. Sein Tagtraum sieht ganz anders aus.

Eine große Wassermelone mit zwei Beinen wird von dem lachenden Trio Nelson, Jimbo und Kurney vor sich hergestoßen. Schließlich blobbt Ralphies Kopf aus der Frucht, auf dem Kopf trägt er noch ein Schalenteil.

Während er benommen in Richtung einer Abbruchkante torkelt, singt er:

 

RALPH

Ich war eine Südstaatenschönheit.

 

Ralph fällt die Abbruchkante runter in den Mississippi und treibt rücklings davon, vorbei an wilden morschen Uferbäumen. Ralph singt weiter. Das Tröten von Steamerhörnern. Alligatoren laufen klatschend in den Fluss.

Düsteres Swampszenario. Eine Fliege in Großaufnahme, sie wird von einem Chamäleon per Zunge geschnappt, ein Adler schnappt sich das Chamäleon und verschluckt es auf einem Ast, auf dem Ast wird der Adler von einem Bison verschluckt, dieser verliert das Gleichgewicht und fällt in den Sumpf, wo ihn ein Alligiator verschluckt, und dieser wird von einer Riesenfliege verschluckt, die genauso aussieht  wie die Minifliege am Anfang der Sequenz. Doch was kann jetzt noch kommen. Richtig. Homer Simpson stürzt sich auf die Fliege und reißt sie.

 

LISAS STIMME aus dem OFF

Und hier beginnt mein Tagtraum

 


 

Die Simpsons auf einem Floß auf einem von malerischen Auwäldern umrahmten Fluss. Zuerst Großeinstellung der von Homer gerissenen Fliege, die von der nuckelnden Maggie an einem Spieß über offenem Feuer gegrillt wird. Das Bild zitiert das berühmte Gemälde von George Caleb Bingham/The Jolly Flatboatman) Auf einem Fass sitzt Grandpa Simpson und spielt die Fiddle, Homer und Barth tanzen vis-à-vis voneinander den Clog Dance. Marge probiert falsche lange blaue Bärte aus und Lisa steuert das Floß.

 

LISAS Overvoice

Wir waren eine entwurzelte Entertainerfamilie unklaren ethnischen Ursprungs.

 


 

 

Noch immer auf dem Floß. Grandpa trägt eine bayrische Lederhose und spielt Harfe.

 

LISA

Grandpa, sind wir jetzt Iren oder Bayern?

 

GRANDPA

Das ist ganz einfach, am Donnerstag sind wir Bayern, am Freitag werden wir Iren gewesen sein und am Samstag sind wir aus der Angola eingewandert. Welcher Tag ist heute?

 

MARGE

Freitag.

 

GRANDPA
Dann kleiner Paddy, auf zum Market Fair nach Springfield, Mississippi.

 

 


 

 

Lisa geht einsam mit einem Transparent, worauf steht „Wahlrecht für Frauen“. Spöttische Blicke.

 

LISA Voicover

Während sich die anderen auf die Show vorbereiteten, ging ich meiner gesellschaftlichen Pflicht nach und versuchte das schwache Licht der Emanzipation auch nach Springfield zu bringen.

 

Mr und Mrs Lovejoy flanieren vorbei.

 

MRs LOVEJOY

Schau dir dieses bemitleidenswerte Wesen an. Ich möchte wetten, die kriegt keinen ab.

 

REVEREND LOVEJOY

(höchst amüsiert)

Ach Helen, du bist unmöglich.

 


 

 

LISA Voiceover

Da ich in meinem Kampf allein dastand, beschloss ich Allianzen mit anderen lokalen Befreiungsbewegungen zu bilden, den Abolitionisten: ihr einziger Vertreter hier war der Farmer Ned Flanders.

 

Ned Flanders und Lisa schreiten nebeneinander diskutierend über den Acker. Flanders führt den Pflug.

 

FLANDERS

(ungehalten)

Lisa, das ist unmöglich. Die Sklavenhaltung ist die größte Sünde aller Zeiten. Aber die Frauen befreien? Gott hat das Weib geschaffen, um uns zu dienen.

 

LISA

Und was ist mit weiblichen Sklaven?

 

Flanders muss nachdenken.

 

FLANDERS
Der Teufel hat dich mit deiner Logik geschickt, um meine Seele zu verwirren.

 

MAUDE FLANDERS STIMME

Neddie, können wir aufhören für heute.

 

Man sieht die keuchende Maude Flanders vor Neds Pflug gespannt.

 

NED FLANDERS

(einfühlsam)

Ach Maude, nur noch 28 Bahnen. Du weißt doch, dass der Ochse mit den Jungs bei der Bibelstunde ist.

 


 

 

Der Ochse, Rod und Todd Flanders blicken hinter sich und dann einander konspirativ an. Dann setzen sie sich Gebetskappen auf und beugen sich auf Teppichen zu Boden. Im Hintergrund der Ruf eines Muezzins. Einblendung des Soundtracks von „Badlands“.

 


 

 

In einem großen Zelt. Grandpa, Homer und Barth Simpson sitzen nebeneinander auf Stühlen und spielen auf den Uilleann Pipes einen wilden irischen Reel („Drowsy Maggie“). Über ihnen ein Transparent, auf dem „The Emerald Minstrels“ steht. Sie tragen eigenartig bemalte T-Shirts an und riesige Pfeifenrohrzylinder (Anspielung auf „Gangs of New York“), ihre Gesichter sind aber eher nach „Clockwork Orange“ geschminkt. Hinter ihnen auf einem Podest sitzt Maggie an einer Orgel, die über Schläuche mit den Zylindern verbunden ist. Davor tanzt Marge Irish Steptanz mit weit ausholenden Beinsprüngen, die gar viel von ihren netzbestrumpften Beinen sehen lassen. Das Publikum ist ratlos bis entsetzt.

 

KRUSTY

Wos soll des a Klezmer sejn?

 

Dr. HIBBERT

(mit den Finger snippend)

Das ist Jazz, Baby.

 

NED FLANDERS

(ein Kruzifix hebend)

Das sind die Höllenhunde des Vatikans!

 

SIDESHOW MEL

(erhebt sich und deklamiert pathetisch)

Diese mongolische Kakophonie lädt zur polyamourösen Liebe ein.

 

Reverend Lovejoy lächelt selig und wippt mit wellenartigen Armbewegungen mit. Seine Frau Helen sieht dies und hält ihm die Ohren zu.

 

HELEN LOVEJOY

Und wer denkt an die Kinder?

 

Das Publikum buht und wirft mit faulem Obst, das Homer mit dem Mund aus der Luft auffängt und verzehrt. Sofort ändern die Simpsons die Melodie und spielen eine nach Flipperautomaten klingende sehr harmlose Version von Pop Goes The Weasle. Auch Maggie kommt zum Einsatz. Die Zylinder erweisen sich als sich zu jedem Ton öffnende Pfeifenorgeln, die Dampf ablassen. Das Publikum beginnt versöhnt mitzuwippen.

 


 

 

Lisas großer Auftritt. Sie singt eine immer jazziger werdende Version von „If I Had A Hammer“, im Laufer derer sie sich in Ekstase und tina-turner-hafte Tanzeinlagen steigert. Das Publikum geht mit. Stehende Ovationen.

Lisa Simpson wird von sechs jugendlichen Südstaaten-Gentlemen belagert, in galanten scherenschnitthaften Körperhaltungen umringen diese sie und machen ihr den Hof.

Alle haben sie romantische mississippianische Aristokratenkostüme an, hinter die Ohren frisierte lange Haare, die meisten von ihnen Spitzbärte im Louis-Treize-Stil. Ihr Anführer ist Jesse Clinton, ein blonder Schönling. Die Zwillinge Kang und Kodo gehören auch dazu.

 

JESSE CLINTON

Madama Lisa, gewähren sie fünf tadellosen Südstaaten-Gentlemen hinkünftig Ihre schmachtenden Ritter zu sein. Ich bin Jesse Clinton von den Clintons von Arkansas.

 

LISA

Der Sohn der berühmten Plantagenbesitzerin Hillary Clinton?

 


 

 

Szenenwechsel. Einblendung der Signation „The Clintons“

„Colonel“ Hillary Clinton sitzt auf der Veranda ihrer Plantage und spuckt in weitem Bogen auf den Rasen, als sie sieht, wie ihr Mann auf der Schaukel sitzt und einem gärtnernden Sklavenmädchen auf dem Sousaphone „This Is A Man’s World“ vorspielt.

 

CLINTON

Saaaaaanders!

 

Bernie Sanders schleicht sich in serviler Choreographie an Colonel Clinton heran. Er trägt eine weiße Kellnerkacke.

 

SANDERS

Ich komm ja schon.

 

HILLARY CLINTON

Saaaanders!

 


 

 

Cut in dramatisches 50ies Methos Acting Schwarzweiß, fiebrige Tennessee-Williams-Stimmung. Rektor Skinner fährt aus dem Schlaf hoch.

 

SKINNER

Superintendant Chalmers, haben Sie mich gerufen?

 

CHALMERS

(in einem plüschgesäumten Satinschlafrock)

Skiiinner, wo haben Sie Mrs. Skinners linken Schlüpfer versteckt?

 

SKINNER

(Holt einen schwarzen Schlüpfer unter dem Polster hervor)

Hier ist er, Sir. Und Sie sind sich sicher, dass Sie nicht Sanders gerufen haben?

 

Mrs Skinner steht schlampenhaft im Negligee, zieht an einer Zigarettenspitze und hält einen Bourbon in der Rechten.

 

Mrs SKINNER

Chaaalmers, beweg gefällig deinen süßen Arsch her. Immer suchst du eine Ausrede.

 

CHALMERS

(kleinlaut)

Ich komm schon, Mrs Skiiinner

 

Rektor Skinner fällt in die Knie, zerrauft sich die Haare, und schreit mit marlon-brando-hafter Intensität.

 

SKINNER

O my God, warum hat mich der Vietcong bloß nicht behalten!


 

 

HILLARY CLINTON

Saaaanders, und das soll ein Planter’s Punsch sein. Sagen Sie der Küche bescheid, dass ich Gäste erwarte, und Master Jesse hat sich auch angekündigt.

 

SANDERS

Ja, Ma’am, sofort, Ma’am. (zu sich) Na warte, du Hexe. Sobald ich wieder frei bin, tret ich im dritten Wahlgang gegen dich an.

 

HILLARY CLINTON

Wenn Sie was zu sagen haben, Sanders, dann sagen Sie es verdammt noch mal laut.

 

SANDERS

Nichts Ma’am, Selbstgespräche. Die Nerven.

 

Sanders macht zittrige Handbewegungen vor seiner Stirn.

 


 

Jesse Clinton und seine galanten Freunde preschen in Zeitlupe über die Felder, ihre Haare wehen im Wind. Lisa sitzt vor Jesse im Damensitz und strahlt. Schwarze Baumwollpflücker lassen die Arbeit ruhen und winken.

 


 

 

Auf der Veranda der Simpsons-Plantage. „Colonel“ Clinton umringt von einer illustren Teepläuschchenrunde, Major Burns, Graf Schokola, Rainier Wolfcastle, Sir Kenneth O’Hara Brockman, Barney McGumble Lamont und ein Ziegenbart, bei dem es sich wohl um Jefferson Davis handeln muss. Sie ist voll in ihrem Element und unterhält die Runde prächtig.

 

HILLARY CLINTON

We came, we saw and he died.

 

Schallendes Gelächter, am lautesten lacht der Colonel.

 

„SIR“ KENNETH O’HARA BROCKMAN

O tausendmal könnte ich die Geschichte hören, wie Colonel Clinton im Mexikofeldzug General Santa Anas Gedärme fünfmal um die alte Kirche spulen ließ.

 

BURNS
Was für ein Prachtweib. Ich wünschte, wir könnten sie für uns Republikaner gewinnen.

 

HILLARY CLINTON

Sanders, lassen Sie den Waschbärenpudding auftragen.

 

SANDERS

Wie belieben, Ma’am.

 

HILLARY CLINTON

Ach der gute, gute alte Sanders. Ich hab ihn in Savannah gekauft. Um 300 lausige Bucks. Ein alter Radikaler. Er war gegen mich in Arkansas angetreten.

 

Plötzlich kommt Bill Clinton auf die Veranda. Er trägt Kinderkleidung des 19. Jahrhunderts, Pagenlook. Samtene Kniebundhosen, ein samtenes Wams und Kragenspitzen, und blickt verditzt drein.

 

HILLARY CLINTON

(unfreundlich)

Was gibt es denn jetzt schon wieder, William? Siehst du nicht, dass ich Gäste hab.

 

BILL CLINTON

Jefferson Davis’ Junge hat Waschbärenkot in mein Sousaphone gepfropft.

 

HILLARY CLINTON

Geh auf dein Zimmer und zieh dir was Anständiges an, ja?

 

Bill Clinton ab.

 


 

JESSE CLINTON

Ja, der bin  ich. Und das sind meine Freunde Master Milhouse VanHouten, der unglücklichste Poet zwischen Albuquerque und Chattanooga.

 

MILHOUSE

Sterben würd ich für einen lila Blick von dir.

 

JESSE CLINTON

Master Ralph Washington Wiggum.

 

RALPH WASHINGTOM WIGGUM
(sich verbeugend)

????

 

JESSE CLINTON

Der wackere Jimbo Lee Jones, und die zweieigen Zwillinge Kang O’Shaughnessy und Kodo Delarochefoucauld.

 

KANG UND KODO

Nennen Sie uns eine Galaxie nach Belieben, Mistress Simpson, und wir werden sie plattmachen.

 

MARGE

Schau, Homie, ist das nicht süß, unsere Lisa hat ihre ersten sechs Bewerber.

 

HOMER

Sie soll sich den grünen schnappen, die anderen taugen nichts.

 

MARGE

Stell dir vor, unsere Lisa könnte in eine Pflanzerfamilie einheiraten. Das ist so ziemlich das Höchste, was ein Mädchen in unserem Land in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts erreichen kann.

 

BARTH

Und was ist das Höchste, was ein Junge erreichen kann?

 

HOMER

(feierlich)

Ein Posten in der freien Marktwirtschaft. Gott schütze Amerika.

 

BARTH

(salutierend und ebenfalls feierlich)

Friss meine Shorts


 

 

Barth versetzt sich in einen Tagtraum. Er ist elegant gekleideter Sklavenhändler und er preist den halbnackten Homer an. Dabei fährt er ihm mit den Fingern in den Mund und zeigt seine Zähne her.

 

BARTH
Gentlemen. Kaufen Sie Weißbrot-Homer, dumm wie ein Appalachenesel, effizient wie eine Dreschmaschine aus Detroit und genügsam wie ein Russe.

 

Burns und Smithers in besonders stutzerhafter Aufmachung. Burns betrachtet Homer durch eine Stielbrille. Ein Spitzentuch hängt aus seinem Ärmel.

 

SMITHERS

Dieses Exemplar würde doch wunderbar in unseren Vergnügungspark passen, Maitre Burns.

 

BURNS

Enchanté. Auf Captain Simpsons Ware ist immer Verlass. (laut) Ich biete 60 Louisdor.

 

Ein Raunen des Erstaunens geht durch die Menge.

 

HOMER

Bartholomew. Meine Entscheidung ist gefallen. Wir schicken dich auf eine dieser neuen Betriebswirtschaftsakademien in den Norden.

 


 

Die Betriebswirtschaftsakademie des Nordens erweist sich als charles-dickens-hafte Fabrikshalle. Panoptikum. Im steady rhythm ziehen entseelte, roboterhafte Arbeiter Schrauben. Grotesk aussehende Aufseher mit Uniformen, Schlagstöcken, hohen, runden Helmen und Abe-Lincoln-Bärten patrouillieren zwischen Werkbänken und auf den Galerien. Barth und Nelson mit dreckigen Gesichtern, in Lumpen, ziehen Schrauben an.

 

Dr Frink und Ingenieure über einen Plan gebeugt.

 

Dr FRINK

Gentlemen, wenn es zum Bürgerkrieg kommt, und allen astrologischen Berechnungen zufolge muss es dazu kommen, und wir von einer arithmetischen Durchschnittszeit von zehn Jahren ausgehen und wir wollen, dass unsre Siegerstatue rechtzeitig fertig ist, müssen wir, wenn meine Berechnungen stimmen, die Produktionsgeschwindigkeit um exakt 14 Minuten pro Tag beschleunigen.

 

INGENIEUR

Ich werde das Notwendige veranlassen, Dr. Frinkenstein. (brüllt) Jenkiiins!

 

Das metallische Schlagen beschleunigt sich. Die Schrauben werden schneller gedreht. Man sieht nun, welche Funktion die Metallstifte haben, in einer schnellen Animation werden sie über ein komplexes System aus Flaschenzügen eine ausgesprochen sexy weibliche Statue mit ausladenden Formen hochgehievt. Auf einer Plattform schiebt eine Gruppe Arbeiter den Metallstift gleich der US-Fahne von Iwo Jima in eine noch unsichtbare Struktur. Metallisch einschnappendes Geräusch. In einem schnellen Anti-Zoom sieht man die ganze Statue. Die Metallstifte waren Barthaare. Es ist die Freiheitsstatue, aber eher in Form von Jane Russesll und sie trägt den Kopf eines lasziv grinsenden Abe Lincoln, mit Pipe-Zylinder auf dem Kopf – versteht sich.

 


 

Idyllische Banjoklänge und Froschquaken. Barth und Nelson treiben als Tom Sawyer und Huck Finn auf einem Floß auf dem Mississippi, liegen am Rücken und zerkauen Blumenhalme.

 

BARTH

Huck, nie wieder Akademie. Im Süden ist noch Platz für freie Jungs.

 

NELSON

Ja, keine Fabriken, keinen Fortschritt, keine Technik. Da lässt sich’s noch im Einklang mit der Natur leben.

 

BARTH
Ich hör schon den stampfenden Rhythmus des Blues. Oh Boy.

 

Nelson schießt hoch.

 

NELSON

Aber wo ist die Synkope?

 

Sie merken nicht, dass sie direkt auf das Schaufelrad eines großen Steamers zutreiben. Zerstörerische Geräusche. Und wieder Alligatoren, die in den Fluss watscheln. Der Steamer heißt „Evil South“.


 

Im Casino-Salon des Steamers. Beau Trump am Kartentisch. Hinter ihm Nathalie Trump.

 

NATALIE TRUMP

(verächtlich und mit slawischem Akzent)

Wie viele Imperien willst du noch verzocken, Beau Trump? Wir haben nicht einmal mehr Geld für das Anschlussticket nach New Orleans.

 

BEAU TRUMP

Keine Sorge, Süße. Wir legen in Springfield an. Die lassen sich dort ausnehmen wie die Weihnachtsgänse.

 

NATALIE TRUMP

Warum schaffe ich es bloß nicht, dich zu verlassen, du Versager.

 

BEAU TRUMP

Vielleicht weil ich von deinem kleinen dreckigen Geheimnis weiß, von den paar schwarzen Tropfen afrikanischen Blutes in deinen Adern.

 

NATALIE TRUMP

Meine Vorfahren stammen nicht aus Afrika, sondern Jugoslawien. Wie oft soll ich dir das noch sagen?

 

BEAU TRUMP

Wo in Afrika soll denn das schon wieder sein?

 

NATALIE TRUMP

Jugoslawien ist nicht in Afrika, sondern in Spanien. Glaube ich.

 

BEAU TRUMP

Zuerst mal bombardieren, und dann werden wir das überprüfen.

 

Plötzlich wird Trumps Mitspieler sichtbar. Es ist der texanische Millionär. Dieser wirft triumphierend sein Full House auf den Tisch.

 

TEXANER

Ha. Trump, Sie haben wieder mal verloren. Darf ich bitten, Lady.

 

Trump macht sein säuerliches Trump-Gesicht. Natalie Trump reicht dem Texaner mit einem abfälligen Lächeln zu ihrem vormaligen Besitzer den Arm.

Der Texaner zieht zwei Vorderladerpistolen. Und feuert sie ab. Nach Abfeuern der ersten überreicht er diese einem eleganten kreolischen Diener, der sie zügig nachlädt. So geht das ganze vier Mal, mit der Pointe, dass nach jedem „Yihaaaaa“ des Texaners eine Weile verstreicht.

 


 

Beau Trump am Hinterdeck des Steamers. Epische Abendstimmung. Hollywoodorchester, Mississippikitsch, „Moon River“ oder „Shenandoah“. Trump streut seine Karten in den alten Fluss, diese schaukeln lyrisch auf den Heckwellen davon.

 

BEAU TRUMP

Es wird Zeit, Trumpey, wieder auf die unehrliche (undecent?) Seite zu wechseln.

 

Man hört Flügelschlag.

 

BEAU TRUMP

Na komm schon, mein Täubchen.

 

Eine gurrende Taube lässt sich auf Trumps Unterarm nieder, Trump schnäbelt mit ihr und bindet ihr einen Zettel ums Beinchen und schickt sie auf die Reise.

 

BEAU TRUMP

Flieg, mein Täubchen, flieg zu meinen Kumpanen des Bösen.

 

Dämonisches Gelächter.

 


 

Vollmondnacht

 

Die Abenteuer einer Taube. Die Taube macht Pause auf einem Ast und wird von Baumbisons angegriffen. Indianerpfeile verfehlen sie. Sprungalligatoren desgleichen. Die erschöpfte und keuchende Taube lässt sich auf dem Arm eines sinistren Depeschenreiters nieder, dieser prescht mit ihr davon, er übergibt sie einem weiteren Depeschenreiter, der sie auf gleiche Weise transportiert. Man sieht ihr zufrieden lächelndes Gesicht, irgendwie fühlt sie sich durch so viel Zuvorkommen geschmeichelt. Der Reiter kommt bei Graf Schokolas Plantage an, dieser erhebt sich sofort in die Lüfte und flattert mit der Nachricht davon, er landet auf einem mittelalterlichen Turm, in den Blitze einschlagen. Man sieht Rainier Wolfcastle den Inhalt des Zettels weitertelegraphieren.

Burns sitzt in Steppmantel und mit flacher bequasteter Hausmütze in seinem Faueteuil und brütet mit einem Glas Wein in der Hand düster vor sich hin.

 

SMITHERS

Eine Nachricht, Sir.

 

Burns liest die Nachricht, Freude auf seinem Gesicht. Er springt auf.

 

BURNS

Vorzüglich. Lassen Sie Plakate drucken, Smithers!

 


 

Springfield. An verschiedenen Stellen werden Flugzettel und Plakate angebracht. Reißzoom und dramatische Musik. „Beau Trump Is Coming“

Choreographierter Musicaltratsch.

 

STIMMEN

Trump Is coming. Trump is Coming.

 

GEGENSTIMMEN

Who Is Coming?

 

STIMMEN

Trump Is Coming.

 

Man hört das Tröten eines Steamers. Man sieht die Schaufelräder und den Schiffsnamen „Evil of the South“

 


 

Die Gentlemen des Südens reiten mit Lisa lachend und galant ins Tor der Clinton-Plantage ein. Colonel Clintons Gäste erheben sich freudig von ihren Sesseln.

 

BURNS
Seht, die Gentlemen des Südens sind wieder da.

 

BARNEY McGUMBLE LAMONT

Die männliche Zierde unserer sozialen Klasse (rülpst, dass es aus den Bayous wiederhallt).

 

Die Gentlemen des Südens steigen synchron von ihren Pferden, was umso komischer wirkt, wenn Kang O’Shaughnessy und Kodo Delarouchfoucauld statt eines Beines einen ihrer Tentakeln abstrecken.

 

 

Jesse Clinton fasst eine dicke schwarze Frau mit Kopftuch um die Hüften und hebt sie im Drehschwung hoch.

 

JESSE CLINTON

Die alte Bess, meine Amme

 

BESS

Master Clinton, was für Freude.

 

Jesse Clinton läuft durchs Baumwollfeld und hebt im Drehschwung einen alten Baumwollpflücker hoch.

 

JESSE CLINTON

Der alte Dingus, mein Lateinlehrer.

 

DINGUS

Dass ich das noch erleben darf, der junge Master.

 

Auf der Veranda hebt Jesse den lachenden Sanders hoch.

 

JESSE CLINTON

Der alte Sanders.

 

SANDERS

Master Clinton.

 

Schneller Cut. Hillary Clinton steht Jesse Clinton gegenüber. Kühl.

 

JESSE CLINTON

Ma.

 

HILLARY CLINTON

Jesse.

 

JESSE CLINTON

Ma, darf ich dir Lisa Simpson vorstellen, Sie ist unsere neue Minnedame.

 

Hillary Clinton wechselt in bürgernahen Freundlichkeitsmodus und schüttelt Lisa lächelnd die Hand.

 

HILLARY CLINTON

Sei willkommen, Lisa. Ich glaube, Jesse will mit seinem Vater jammen.

 

JESSE CLINTON
Das ist eine gute Idee. Sanders, stauben Sie mein altes Cello ab.

 

SANDERS

(gerührt, Gläser abwischend)

Wird gemacht, Master.

 

HILLARY CLINTON

Du also bist die neue Trophäe von Jesse und ihren Freunden. Sag mal, Kleines, kommen dir diese Jungs nicht sonderbar vor? Haben sie sich wegen dir schon duelliert?

 

LISA

Oh Mrs. Clinton, Sie können sich gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin, Sie persönlich kennenlernen zu dürfen. Mein Gott, bin ich nervös. Die erste weibliche Kongressabgeordnete der Vereinigten Staaten, ein Vorbild für Millionen Frauen, die erste Produzentin biologischer Baumwolle, die Leiterin der ersten gewaltfreien Plantage des Südens.


 

Cut. Dingus und andere Schwarze im Baumwollfeld, arbeiten in moderatem Tempo und singen Gospel (Go Down Moses). Aufseher Lenny schnippt entspannt mit. Vorsinger Dingus erhebt sich und stimmt zum sonoren Refrain an.

 

DINGUS

Go down, Moses …

 

Lenny schleicht sich von hinten ran und beginnt Dingus zu kitzeln. Beide kichern wie Mädchen.

 

DINGUS

(vor lachend quiekend)

Hören Sie schon auf, Lenny, ich hab den Wink ja verstanden.

 

LENNY

Super. Wenn ihr eure 17 Pfund pro Tag nicht schafft, kitzelt Colonel Clinton mich am Abend.

 

Hillary Clinton und Lisa schlendern die Veranda runter, im Hintergrund spielen Jesse und Bill Clinton an Cello und Sousaphone versonnen den „Tennessee Waltz“.

 

HILLARY CLINTON

So sieht man mich also im Norden. Nun, die Wirklichkeit sieht nicht so rosig aus. Es ist vor allem harte, harte und nichts als harte Arbeit. Komm, Lisa, ich zeig dir die Plantage.

 

Szenewechsel. Hillary Clinton und Lisa reiten durch die Baumwollfelder.

 

HILLARY CLINTON

(Stimme weiter weg)

Da hast du schon recht, Lisa, aber du darfst nicht vergessen, es ist vor allem harte, harte, wirklich harte Arbeit.

 

Die Sklaven singen und summen „Go Down, Moses“.

 

LENNY

Achtung, der Colonel kommt.

 

Lenny schnippt rhythmisch mit den Fingern. Die Sklaven beginnen die Titelmelodie von „Sex & The City“ zu singen und zu summen.

 

HILLARY CLINTON

Schau mich an, Lisa, meinst du, ich hätte mich in der Männerwelt so durchsetzen können, wenn ich durch Gleichberechtigungsgesetze verwöhnt worden wäre. Sowas verzerrt nur den freien Wettbewerb. Und unter uns, Lisa, Frauen können auch fürchterlich neidisch sein. Als Kongressabgeordnete von Arkansas machte ich die Erfahrung, dass mich nur Männer wählten.

 

LISA

(ungehalten)

Aber das sag ich ja die ganze Zeit. Das hat doch hauptsächlich damit zu tun, dass Frauen nicht wählen dürfen.

 

HILLARY CLINTON

Ich weiß, worauf du hinaus willst, aber Logik erklärt nicht alles im Leben, und ist darüber hinaus eine fürchterlich unweibliche Qualität. Vergiss nicht, Lisa. Rom wurde nicht an einem Tag zerstört. Rom non deletum sit unum diem.

 

DINGUS

(mit erhobenem Zeigefinger)

Roma non deletum est

 

Schon springt Lenny herbei und kitzelt ihn, Dingus quiekt.


 

Hillary Clinton gibt ihrem Pferd die Sporen, Lisa trabt ihr wütend schnaufend nach. Ein Farbiger, der so aussieht wie Barack Obama, stellt sich Colonel Clinton in den Weg. Lenny kann das nicht verhindern.

 

OBAMA

Ma’am, ich muss Sie unbedingt sprechen.

 

HILLARY CLINTON

Oh Julius, wie haben Sie sich in meinem Betrieb eingelebt. (zu Lisa) Das ist Julius, ich hab ihm meinem Nachbarn Burns um 200 Dollar abgekauft. Er war übel zugerichtet.

 

OBAMA

Ma’am. Ich bin nicht Julius. Ich heiße Barack Obama, ich war Menschenrechtsanwalt in Chicago, ehe man mich vor 12 Jahren durch einen Trick entführte und in die Sklaverei verschleppte. Sie müssen unbedingt Kontakt mit meiner Kanzlei aufnehmen.

 

HILLARY CLINTON

Das ist ja eine fürchterliche Geschichte. Ich werde sofort das Notwendigste veranlassen und einen faire Kaufpreis für Sie aushandeln.

 

OBAMA

Wie bitte? Aber … das ist nicht fair.

 

HILLARY CLINTON

Fair. Ich liebe dieses Wort. Aber sagen Sie, Julius, gibt es irgendwas, womit wir Ihre Zeit bis zur Abwicklung des Kaufvertrages versüßen können?

 

OBAMA

Ähm … nun … Sie könnten mich interimistisch zum Manager Ihrer Freetrade-Abteilung machen.

 

HILLARY CLINTON

Fairtrade. Das ist eine ausgezeichnete Idee. Lenny, Wiggum, bringen Sie den Gentleman in unsere Fairtrade-Abteilung.

 

OBAMA

Nein, das ist ein Missverständnis. Alles, nur nicht die Fairtrade-Abteilung.

 

Wiggum und Lenny schleifen den protestierenden Obama weg.

 

OBAMA

Neeeeeeeein!

 


 

FAIRTRADE-Abteilung der Clinton-Plantage. Auf einem Podest spielen Jesse und Bill Clinton auf Cello und Sousaphone eine beschwingte Sonatenversion von Stephen Fosters „Hard Times“. Lachende Sklaven pflücken Baumwolle und bewerfen einander damit scherzhaft. Schmetterlinge umflattern das Feld.

 

WIGGUM

(durchs Megafon)

Wunderbar macht ihr das. Und vergesst nicht, um 16 Uhr Gruppenjoga vor der Methodistenkapelle.


 

Bernie Sanders streift durchs Baumwollfeld und serviert Limonade. Er kommt neben Obama zu stehen, der innehält und sich noch den Schweiß von der Stirn wischt und sich einiger blaugrün schillernder Schmetterlinge erwehrt.

 

SANDERS

Noch ein Kombucheatee, Julius?

 

OBAMA

Ja bitte. Was sind das für vedammten Vieher?

 

Hillary Clinton und Lisa traben auf ihren Pferden vorüber. Lisa sieht einen Schmetterling und ist verzückt.

 

LISA
Venessa felicia, eine seltene endemische Art, sie ernährt sich nur von den Glückstränen glücklicher Arbeiter.

 

Lenny läuft schreiend durchs Baumwollfeld. Dutzende Schmetterlinge nuckeln von seinen großen Augen.

 

LENNY
Seit der Colonel die Pestizide verbot, sind die Vieher unerträglich.

 

HILLARY CLINTON

(zu Lisa)

Wir können uns diese Behandlung unserer Arbeiter nur leisten, weil die Gewinnspanne der Fairtradebaumwolle so hoch ist.

 

Die Pferde werden unruhig. Ned Flanders, seine Söhne Rod und Todd und deren Ochse stehen im Weg mit Transparenten, worauf steht „Sklaverei macht Jesus traurig“.

 

HILLARY CLINTON

(fuchsteufelswild)

Schafft mir diesen fundamentalistischen Frauenfeind aus den Augen.

 

Lenny und Wiggum kitzeln die kichernden Flanders von der Plantage.

 

LISA

Mrs Clinton, ich bewundere Sie. Aber alle Ihre Reformen haben einen Schönheitsfehler. Flanders hat recht. Warum schaffen Sie nicht gleich die Sklaverei ab?

 

Hillary Clinton bekommt ihren irren Blick und lässt ihr dämonischstes Lachen erschallen. Krähen, Geier und andere Vögel flattern erschreckt aus den Kronen der alten Louisiana-Eichen hoch.

 

HILLARY CLINTON

Mädchen, du bist dumm wie Flachstroh. Und wie verdammt sollen wir gegen die indische Baumwolle konkurrieren? Verzeih, Kleines. Ich wollte dich nicht beleidigen. Aber wie sagten schon die Römer? Nagasagi ne delenda sit

 

DINGUS’ belehrende Stimme aus dem Hintergrund

Nagasaki ne delenda sunt …

Seine Stimme wird durch lautes Kichern unterbrochen.


 

Steamboat landet am Quai von Springfield. Energisch springt Beau Trump aufs Dock, hinter ihm her voll bepackt mit Koffern und einem Sonnenschirm Natalie Trump. Trump reißt sich Kravatte und Rüschen runter, wechselt seinen bunten Stutzerrock gegen einen strengen schwarzen. Er stürmt die Mainstreet hoch, hinter ihm die gesamte Bevölkerung, allen voran der White Trash.

 

GRANDPA
General Jackson ist zurück. Das ich das noch erleben darf.

 

BARTH

Er ist wie der Vater, den ich nie gehabt habe.

 

HOMER

Exakt dasselbe hab ich mir auch gerade gedacht.

 

Man sieht Homer Barth würgen und Grandpa Homer würgen.

 

Beau Trump läutet eine Glocke.

 

BEAU TRUMP

Lovejoy, du Versager, komm raus und nimm’s mit mir auf. Die Bürger von Springfield, Mississippi, haben deine frommen Sprüche und dein Buckeln vor dem Clinton-Establisment satt.


 

REVEREND LOVEJOY

(zu seiner Frau Helen)

Oh mein Gott, ich wusste, dass dieser Augenblick irgendwann kommen wird. Er wird mich Jesai 8, 7 und Elias 4, 18 und all die anderen Stellen fragen, die ich mir nie merken konnte.

 

HELEN LOVEJOY

Angriff ist die beste Verteidigung. Los, sei ein Mann, und zeig, was in dir steckt.

 

REVEREND LOVEJOY

(tritt Trump mit erhobenem Brustkreuz entgegen)

Darum hört nicht die falschen Propheten, denn ihrer ist das Himmelreich.

 

Trump streckt Lovejoy mit einem Fausthieb nieder. Der Mob jubelt, trägt Lovejoy davon, eine Schlinge wird über einen Ast geworfen.

 

HELEN LOVEJOY

Wenn Sie wollen, kommen Sie zum Frühstück rein. Archie hat noch seinen ganzen Blaubeerenkochen übriggelassen.

 

Beau Trump tippt sich anerkennend an die Stirn.

 

BEAU TRUMP

Ma’am

 


 

 

Reverend Lovejoy, Helen Lovejoy und Beau Trump sitzen am Frühstückstisch. Lovejoy hat ein Veilchen.

 

HELEN LOVEJOY

Noch ein Stück Kuchen, Beau?

 

BEAU TRUMP

Ich bitte darum. Ganz köstlich, Helen.

 

LOVEJOY
Und danke, dass Sie mich vor meiner Lynchung bewahrt haben. Jetzt verstehe ich, warum Gott sie mehr liebt als mich.

 

BEAU TRUMP

Lovejoy Darling, Sie sind mir doch nicht nachtragend. Das Veilchen verheilt in ein paar Tagen. Sobald ich diese Idioten ausgenommen habe, verlasse ich diese Stadt, und sie werden Sie wieder lieben wie immer.

 

LOVEJOY

Und was ist mit Helen?

 

BEAU TRUMP

Die, fürchte ich, werde ich mitnehmen. Sorry, old boy.

 

LOVEJOY

Oh nein. Aber Helen, du bist mein Ein und Alles.

 

Helen Lovejoy ergreift Beau Trumps Hand.

 

HELEN LOVEJOY

Ach komm schon, Timothy. Wir hatten doch schon die Stunden zuvor kaum mehr eine richtige Gesprächsbasis gehabt.

 


 

In einer Scheune. Beau Trump als hypnotischer Prediger, dämonisch beleuchtete Physiognomie. Mittelstand und Unterschicht von Springfield lauschen ihm gebannt.

 

LISA Overvoice

Enttäuscht von den Clintons kehrte ich zu meiner Familie zurück und musste mit ansehen, dass in Springfield alles noch viel schlimmer geworden war. Und ich stellte mich wieder einmal der alten Frage: Ist das geringere Übel vielleicht nicht doch das geringere Übel.

 

BEAU TRUMP
Aber das geringere Übel ist nie das bessere Übel. Das größte Übel ist das beste Übel. Deshalb folgt mir, Freunde, folgt Donal Beau MacDonald Trump, dem reuigsten Sünder im Angesicht des Herrn.

 

Die Menge stürmt tobend hoch.

 

HOMER

Gepriesen sei der Herr.

 

LISA

Seid ihr alle wahnsinnig? Habt ihr nicht gehört, was er gerade gesagt hat?

 

Dr. HIBBERT

Doch, aber es war so abstrakt, dass es verschieden ausgelegt werden kann.

 

LISA

Nein war es nicht.

 

GROUNDKEEPER WILLIE

(sich zu Carl und Dr. Hibbert zurückbeugend)

Was zum Teufel habt ihr hier zu suchen?

 

Dr. HIBBERT

Es ist nicht, wie es scheint. Carl Carlsen ist Isländer und ich bin der Sohn des melanomesischen Konsuls. Ich kann es beweisen.

 

Hibbert entrollt kichernd ein besiegeltes Dokument, worauf in Frakturschrift steht: I am the Son of the Melanomesian Consul. Moe prüft es.

 

MOE

Es ist alles so, wie er es gesagt hat. Der Nigger ist in Ordnung.

 

Dr Hibbert rollt das Dokument zusammen und hält sich konspirativ den Zeigefinger vor den Mund.

 

HIBBERT

Aber kein Wort davon zu Dr. Goldstein von der National Blues Association.

 

BEAU TRUMP

Ich liebe dieses Land, denn es wurde durch Schweiß, Kautschuk und Artischockenherzen groß gemacht.

 

LISA

Mann, für was oder gegen was sind Sie eigentlich?

 

BEAU TRUMP

Der Zweifel spricht mit der Zunge des Teufels, aber ich gebe die Frage dieses kleinen stachelköpfigen Störenfriedes an euch weiter? Wer sind heute die Feinde Amerikas?

 

MENGE

Negroes

 

GRANDPA

Die Pensionisten.

 

BEAU TRUMP

Nein, nicht der hart arbeitende Schwarze auf den Plantagen ist unser Feind, er ist unser Bruder und leidet wie wir unter den sieben Plagen: Den Sodomiten, den Mexikanern, den Papisten, den Arbeitslosen, den Außerirdischen, den Franzosen und mehr als all das zusammen dem liberalen Freetrader-Verbrechern wie den Clintons.

 

MENGE

Hängt die Franzosen!

 

MARGE zu Homer

Findest du nicht, dass er so sonderliche Dinge wie Grandpa sagt.

 

GRANDPA
Du hast die Stabhochspringer vergessen, die Stabhochspringer haben die O’Learys ermordet, aber ich liebe dich trotzdem, Beau.

 

HOMER
Aber Marge, das ist der Beau-Trump-Effekt, er vermischt vertraute Vorurteile mit völlig neuen, das schafft eine magnetische Anziehungskraft und bringt frischen Wind in unsere imbecility.

 

BEAU TRUMP

Die Clintons verscherbeln unsere nationale Baumwolle, anstatt Schulen, Bowling-Bahnen und Shoppingcenter daraus zu spinnen, an die Rotröcke. Die britischen Produzenten müssen ihre Plantagen schließen, ihre Sklaven werden arbeitslos, kommen illegal nach Amerika und nehmen unseren hart arbeitenden Sklaven die Arbeit weg.

Wir müssen unsere Werte, unsere Frauen und unsre Baumwolle schützen. Doch die Zeiten der Freetrader sind vorbei, die Tage er Clintons gezählt. Immer mehr Pflanzer denken wie ich.


 

 

FREE TRADE

 

 

Mister Burns lässt sich von Smithers aus dem Schlafrock helfen und läuft mit grazil-tänzelnden Bewegungen zur Kante eines Sprungbretts vor, mit einigen Überschlägen landet er in einem riesigen Becken aus Baumwolle. Dieses fängt ihn federnd und elastisch auf. Er zeichnet mit Armen und Beinen Halbkreise darin (Beatles-Anspielung).

 

SMITHERS

Sir, wenn mir die Bemerkung gestattet ist. Wir haben seit fünf Jahren keine Baumwolle mehr abgesetzt. Der britische Markt soll gerade sehr günstige Preise verlangen.

 

BURNS

Smithers, Sie denken nur ans Geld. Wir werden unsere teure amerikanische Baumwolle nicht Queen Victoria ins Kissen stecken. Sie wissen doch von meiner kleinen romantischen Vorliebe. Aus Ihrer Speichelleckerfratze grinst mich das räudige Antlitz unserer materialistischen Zeit an. Euch ist nur der Profit heilig. Was ist mit der Erde, ihren Früchten, dem herben Schweiß meiner Sklaven. Gehen Sie doch zu den Clintons, Sie gottverdammter Freetrader.

 

SMITHERS

Nie würde ich Sie verlassen, Sir. Aber wir können unsere weißen Aufseher und Diplomauspeitscher nicht mehr bezahlen, Sir.

 

BURNS

Na und, dann versklaven wir sie eben wie unsere Schwarzen.

 

SMITHERS

Aber, Sir.

 

BURNS

Sie mit ihren kleinlichen rassistischen Vorurteilen. Und jetzt zieren Sie sich nicht und kommen zu mir in die Baumwolle., solange der Morgentau von ihr perlt.

 

Smithers löst sich die Halsbinde und streift sich die Schuhe ab.

 

SMITHERS

Ja, Sir, sofort, Sir.

 


 

 

Zurück in der Scheune.

 

BEAU TRUMP

Und nun, meine Freunde, veranstalten wir eine Veteranenkollekte und gedenken all der glücklosen Spieler. Ich will, dass ihr alle eure Auszeichnungen aus den Mexikanerkriegen für die Fallen Gambler’s Guild spendet. Helen?

 

Helen Lovejoy geht mit einem Klingelbeutel durch die Reihen. Viele werfen ihre Tapferkeitsmedaillen rein.

 

HOMER

Tod den Stabhochspringern.

 


 

Lisa liegt beinahe empfangsbereit auf einem schiefen Stamm, lässt ihre Arme runterbaumeln und grinst kokett. Um sie herum in galanten Scherenschnittstellungen die Gentlemen des Südens.

 

LISA Voiceover

Da diese Welt nicht mehr zu retten war, beschloss ich mich, voll und ganz den schönen Dingen des Lebens hinzugeben.

 

JESSE CLINTON
Lisa, wir lieben es, von euch gequält zu werden, aber alles hat seine Grenzen. Spätestens am Pflanzerball am Freitag müsst ihr euch für einen von uns entscheiden. Sonst können wir für nichts garantieren.

 

LISA (kokett)

Aber warum nur für einen von euch und warum erst am Freitag.

 

MILHOUSE van HOUTEN

Wisst ihr was. Mädchen beschmachten macht keinen Spaß mehr. Lasst uns schwimmen gehen.

 

Die Gentlemen des Südens laufen lärmend wie Jungs eben zum Fluss entledigen sich der Kleider und springen in den Fluss. Ralph O’Hara Wiggum rückwärts, dabei singt er „Ich war eine Südstaaten-Schönheit“.

 

LISA

(unangenehm berührt)

Aber Gentlemen, was soll das? Wo seid ihr? Jesse, Kang, Milhouse, Kodo?

 

Lisa reckt ihren Kopf verschämt hoch und sieht, wie die Gentlemen des Südens einander mit Wasser bespritzen. Schließlich beginnen sie, einander einzuseifen und zu waschen.

 

LISA

Das ist aber mehr als seltsam.

 


 

 

Plantage der Clintons. Abendlicht. Lampions werden aufgehängt und Sklaven, Obama und Lou hängen spanisches Moos auf die Äste.

 

Im Saal. Alles Walzer. Colonel Clinton kündigt Barney McGumble Lamont an. Dieser singt mit honigsanftem Tenor „Swannee River“. Burns blickt nervös auf seine Taschenuhr.

 

BURNS

Eine Stunde noch. Und ein neues Kapitel in der Geschichte des Südens wird aufgeschlagen.

 


 

 

Springfield. Der Mob steht bewaffnet und mit Fackeln bereit. Beau Trump nimmt mit Stars & Stripes Schärpe die Parade ab und schüttelt jedem seiner Milizionäre die Hände.

Auch den Simpson Boys.

 

BEAU TRUMP

(Grandpa die Hand schüttelnd)

Wunderbar, Homer, dass du mitmachst.

(Zu Homer)

Barth, du siehst heute umwerfend aus.

(Zu Barth)

Grandpa.

 

HOMER

Ist das nicht wunderbar, Grandpa, er hat sich unsere Namen gemerkt.

 

BARTH
Ich bin nicht Grandpa, du gottverdammter Freetrade-Verräter, hast du nicht gehört, dass Beau Trump uns umgetauft hat. Du heißt von nun an Barth.

 

HOMER

Aber der Junge von Marge heißt doch Barth.

 

BARTH
Ich bin Grandpa, du verdammter Freetrade-Idiot.

 

Drei Generationen von Simpsons gehen einander an die Gurgel.

 


 

Im Saal der Plantage. Barney McGumble Lamont singt den „Tennessee Waltz“. Lenny reitet in den Saal.

 

LENNY

Beau Trump und zweitausend bewaffnete Protektionisten stürmen die Plantage.

 

Hillary Clinton stößt Lenny vom Pferd, zückte einen Säbel und reitet den Protektionsten entgegen. Lisa nach.

Bald stehen Hillary Clinton und Trump einander als fauchende Vampire entgegen. Auch Burns, Wolfcastle und Brockman geben sich als Vampire zu erkennen. Hillary Clinton brilliert durch wuxia-artige Luftdsaltos.

 

LISA

(entsetzt)

Was soll denn dieser Unsinn. Warum gleitet diese Sendung jetzt in einen Vampirfilm ab?

 

GRAF SCHOCKOLA

(verlegen)

Ich glaube, das ist meine Schuld, ihr hättet mich nie in den Headquarter der Republikaner wählen dürfen.

 

Lisa wendet sich an die Gentlemen des Südens.

 

LISA

Meine Herren, bitte, es liegt an Ihnen, den alten Süden zu retten.

 

JESSE CLINTON

Den was? Wir würden unsere Waffen nie für etwas Jämmerliches wie Politik gebrauchen.

 

LISA

Beau Trump hat meine Ehre beleidigt.

 

JESSE CLINTON

Das ist was anderes.

 

MILHOUSE VAnHOUTEN

Das hättest du wohl gerne, Clinton. Ich werde für Lisas Ehre sterben.

 

JESSE CLINTON

Sie hat dich bevorzugt. Das war dein letzter Trick. Van Houten.

 

VanHouten und Jesse Clinton stellen sich Rücken an Rücken, gehen zeh Schritt auseinander und schießen einander über den Haufen.

 

JIMBO LEE JONES

Merkt ihr nicht, dass sie uns nur gegeneiander aufhetzen will. Lasst uns gemeinsam nach San Francisco ziehen, bevor es zu spät ist.

 

Ralph schießt Jimbo tot.

 

RALPH O’HARA WIGGUM
Ralph O’Hara Wiggum, du hast die Ehre von Mistress Lisa beleidigt, indem du deinen Konkurrenten Jimbo getötet hast, ich fordere ich zum Duell.

 

Ralph geht mit erhobener Pistole rückwärts im Halbkreis und schießt sich eine Kugel in den Kopf. Kang und Kodo durchbohren unterdessen mit dem Degen. Der sterbende Milhouse und der sterbende Jesse robben aufeinander zu.

 

MILHOUSE VanHOUTEN

Ich glaube, die Frauen waren immer nur ein Vorwand, um uns nicht unsere wahren Gefühle einzugestehen.

 

JESSE CLINTON
Du hast recht. Komm lass dich küssen, mein Freund, mit uns stirbt der alte Süden.

 

Milhouse und Jesse sterben einander leidenschaftlich küssend. Unterdessen geht der Vampirkampf weiter. Beau Trumps Mob hat vor Entsetzen Reißaus genommen.

Da springt plötzlich Abraham Lincoln mit Kruzifix, Hammer und Pfahl dazwischen.

 

LISA

Abraham Lincoln Vampirjäger!

 

Schließlich Malcolm X mit zwei baretttragenfden schwarzen Maschinenpistolenschützen.

 

LISA

Malcolm X.!

 

Und eine attraktive farbige Kung-Fu-Kämpferin im Afro-Look.

 

LISA

Angela Davis!

 

HILLARY CLINTON

Der Ziegenbart darf mitmachen. Aber die Hilfe der beiden Radikalen brauch ich nicht.

 

ANGELA DAVIS

Dich hat niemand gefragt, Schätzchen.

 

Angela Davis streckt Hillary Clinton mit einem Fußschlag nieder.

 

BEAU TRUMP

Zeit, Fersengeld zu geben, Trumpey.

 

Da stellen sich ihm Malcolm X und seine Leute in den Weg.

 

LISA

Jetzt wird es mir zu dumm.

 


 

Angela Davis steht am Mississippi-Ufer und winkt lächelnd Lisa nach, die mit ihrer Familie auf dem Fluß dem Sonnenuntergang entgegentreibt.

 

LISA

Wir verließen Springfield County und ließen den Süden Süden Süden sein, indem wir noch weiter nach Süden fuhren. Ich hatte aber meine Lehre gezogen, dass man nicht für das geringere Übel, sondern das Bessere kämpfen soll.


 

 

Hillary Clinton zieht ihre Rockschöße hoch und schreitet genervt die Treppen zu ihrer Plantage hoch. Das Tor ist mit einer Schleife versiegelt, auf der „konfisziert“ steht. Zwei Black-Panther-Milizionäre versperren ihr den Weg.

 

HILLARY CLINTON

Elende Versager. Saaaaaaaanders!

 


 

Skinner schnellt hoch, verstörter psychopathischer Blick, Jalousieschatten in seinem Gesicht.

 


 

Flanders schnellt hoch. Er hat seine Schlafmütze auf und blickt entrückt.

 

FLANDERS

Yes my Lord. Roddie, Toddie. Diesmal ist er es wirklich. Es ist so weit. Sattelt die Pferde. Brennen muss Salem!

 


 

Hillary Clinton verlässt mit Sattel an der Schulter und Gewehr im Arm die Plantage. Im Hintergrund glutroter Feuerhimmel. Bill Clinton stellt sich ihr in Reifrock und Stoppellocken in den Weg.

 

BLL CLINTON

Aber Hillary, wenn du jetzt nach Washington reitest, was soll dann aus mir werden?

 

HILLARY CLINTON

Frankly, my dear, I don’t give a damn.

 

Hillary ab.

 


 

 

Die Flanders auf ihren Pferden, schwer bewaffnet. Brennende Häuser.

 

ROD

Burns County existiert nicht mehr.

 

TODD

Sollen wir mit Louisburgh verfahren, wie wir es mit Springfield gemacht haben, Daddy?

 

NED FLANDERS

Burn em to the ground, boys.

 

Zu wilder Mountain Music preschen die Flanders davon.


 

NACHSPANN

 

Mountain Music. Dann Homers Stimme.

 

HOMER

Are ye ready, Clinton?

 

BILL CLINTON

Yes, Homer

 

Intro zu John Brown’s Body auf dem Sousaphone.

HOMER singt

 

Ned Flanders’ body lies a moulding in  the grave.

Ned Flanders’ body lies a moulding in  the grave.

Ned Flanders’ body lies a moulding in  the grave.

But his soul goes marching on

 

Glory, glory stupid Flanders

Glory, glory stupid Flanders

Glory, glory stupid Flanders

….

 

 

 

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